Monitoring ist kein Beruf

Viele wachsende Unternehmen erfinden immer mehr Rollen und Berufsbezeichnungen. Je größer sie sind, desto mehr Rollen haben sie. So trifft man in den IT-Abteilungen beispielsweise auf

  • eine Person, die sich auf das Sammeln und Auswerten von Protokollen (Log Files) spezialisiert hat
  • eine Person, die sich auf die Verwaltung von Windows-Servern spezialisiert hat
  • eine Person, die sich nur auf Linux-Server konzentriert
  • einen Netzwerkspezialist
  • und manchmal eine Person, die das Monitoring für alles erstellt.

Auf den ersten Blick ist es sinnvoll, spezielle Rollen zu erstellen, damit sich die Leute darauf konzentrieren können, ihre Funktion perfekt zu erfüllen, anstatt Generalist zu sein und in allen Bereichen eine mittelmäßige Leistung zu erbringen.

Beim Monitoring gibt es aber ein Problem: Wie kann jemand ein Monitoring  für eine Komponente einrichten, die Sie nicht versteht?

Monitoring ist keine Aufgabe - es ist eine Fähigkeit, und es ist eine Fähigkeit, die jeder im Team bis zu einem gewissen Grad beherrschen sollte. Moderne Tools machen es einfach. Sie müssen Monitoring nicht studieren.

Monitoring kann nicht im luftleeren Raum aufgebaut werden, da es eine entscheidende Komponente für die Qualität Ihrer Dienste darstellt. Bestehen Sie beim Aufbau oder der Ersteinrichtung von IT-Monitoring darauf, dass alle dafür verantwortlich sind.

Einer der Grundpfeiler der DevOps-Bewegung ist, dass jeder für die Produktionsumgebung verantwortlich ist, nicht nur das Betriebsteam. Netzwerktechniker wissen am besten, was im Netzwerk überwacht werden soll und wo sich die Hotspots befinden.

Software-Ingenieure kennen die Anwendungen besser als jeder andere und sind so in der perfekten Position, um eine hervorragende Überwachung für die Anwendungen zu entwickeln.

Versuchen Sie stets, das Monitoring fest im Konzept zu verankern, wenn es darum geht, Dienste aufzubauen und zu verwalten. Behandeln Sie Monitoring nicht stiefmütterlich und schieben Sie es nicht ans Ende eines Projektes. Es wird sonst schnell vergessen. Denken Sie daran, dass ein Setup erst nach der Einrichtung des Monitoring produktionsbereit ist.

Das Endergebnis ist ein robustes Setup mit wenigen Fehlalarmen und wahrscheinlich einer höheren Stabilität als jemals zuvor.

Fazit

Entziehen Sie sich der Verantwortung für Monitoring nicht, indem Sie es nur auf die Schultern einer einzelnen Person legen.